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Rich Communication Services (RCS): Hokuspokus oder die Zukunft des Direktmarketings?

14.12.2021 11:38 AM

Ein Messenger für alle nur erdenklichen Geräte weltweit, unabhängig von Vertragskonditionen und mit allen Annehmlichkeiten moderner Messaging-Apps wie WhatsApp und Co: klingt wie DIE universelle Lösung für Jedermann? Ist es auch!

Was Rich Communication Services (RCS) sind, warum sie die Zukunft des Direktmarketings revolutionieren könnten und wo die Entwicklung des Messenger-Standards derzeit steht erfahren Sie in diesem Artikel.

Rich Communication Services (RCS)- Was ist das?

RCS kann als die Weiterentwicklung von SMS und MMS gesehen werden. Die Idee dieses SMS-Nachfolgers wurde bereits 2008 vom internationalen Verband der Mobilfunkanbieter (GSMA) präsentiert, ein universeller Standard wurde allerdings erst im Jahr 2016 festgelegt. Kurz danach hat Google den Service für sich entdeckt und arbeitet seither intensiv am Projekt RCS.

Die Idee dahinter ist so einfach wie praktisch. Der universelle Messenger Standard der Zukunft kann mit WhatsApp oder iMessage verglichen werden, ist aber bereits am Smartphone vorinstalliert. Das Konzept von RCS ist Apple-Nutzern bereits seit vielen Jahren in Form von iMessage bekannt: Haben sowohl Sender als auch Empfänger RCS werden Nachrichten über das mobile Datenvolumen oder WLAN versendet. Hat hingegen nur eine Person RCS werden alle Nachrichten in klassische SMS oder MMS umgewandelt. Ziel ist es, alternative Kommunikations-Apps, die bekanntlich nicht untereinander kommunizieren können und somit Insellösungen darstellen, überflüssig zu machen.

Davon profitieren nicht nur private Smartphone-Nutzer, die zukünftig mit dem gesamten Freundeskreis in einem einzigen Messenger kommunizieren können, sondern auch Unternehmen.
Sie fragen sich wie? Lassen Sie es uns erklären:

WIE UNTERNEHMEN RCS NUTZEN KÖNNTEN

Direktmarketing ist heute wichtiger denn je. E-Mail-Marketing in Form von Newslettern und Co feierte in der Corona-Zeit ein regelrechtes Revival, doch wie könnte Direktmarketing in der Zukunft aussehen? Klare Antwort: RCS! Im Gegensatz zu gewöhnlichen SMS oder MMS können mit RCS nicht nur Texte, Bilder und Videos, sondern auch multimediale, dialogorientierte Inhalte, Sprachnachrichten und noch viel mehr versendet werden. Mit ihrer flächendeckenden Verfügbarkeit, Öffnungsraten von bis zu 98% und Call-to-Actions von ca. 30% bergen SMS eine Menge Potenzial, das bis dato wegen der stark eingeschränkten Inhalte nicht ausgenutzt werden konnte.

Außerdem lässt sich mit der SMS der Zukunft auch der Kundenservice deutlich verbessern, indem Kundenfragen, die via RCS an Unternehmen gesendet werden, direkt im Messenger mithilfe eines Chatbots beantwortet werden können. Hat der Chatbot einmal keine Antwort parat, kann er selbstständig auf die passenden Webseiten des Unternehmens verweisen.

Services wie Google Pay, welche mobiles Zahlen mit einem Klick möglich machen, Gruppenchats, Videotelefonie, Standortübertragung und sogar interaktive Reservierungen ergänzen das Gesamtpaket RCS noch zusätzlich.

RCS ist also in jeder Hinsicht ein absoluter Game-Changer, der komplett neue Chancen für Marketer in Form von Push-Werbung, CRM und Kundenservice bietet.

Warum RCS noch in den Kinderschuhen steckt

Der Vorteil von RCS, nämlich ein App-unabhängiger Service, ist zugleich auch ein Nachteil. Der Service läuft wie auch klassische SMS über die sichere europäische Infrastruktur der Netzanbieter und verbindet damit die Vorzüge von SMS und multimedialen Messenger-Apps wie WhatsApp oder Facebook Messenger. Selbsterklärend müssen Provider diesen Service aber auch anbieten, damit er genutzt werden kann. In Europa reagieren Provider bisher eher zaghaft, so bieten in Deutschland z.B. nur die Telekom und Vodafone RCS an während in Österreich noch kein Provider den Service unterstützt. Da RCS bereits beim Kauf eines Smartphones vorinstalliert ist, fällt für den Endkunden das lästige Installieren einer App flach. Das heißt allerdings im Umkehrschluss, dass Smartphone Hersteller den Service in Ihren Geräten integrieren müssen. Apple stellt sich bisher etwa quer und verweist auf die eigene Lösung iMessage.

Das nahtlose Messaging-Erlebnis kann also sowohl am Provider als auch am Smartphone Hersteller scheitern. Ob es in Zukunft eine Möglichkeit der Kommunikation ohne Hürden geben wird? David Molter, Head of Presales & Innovation von B4B Solutions meint dazu: „Wer hätte vor 10 Jahren gedacht, dass moderne Cloud-Lösungen unseren Arbeitsalltag einmal so bereichern werden? In unserer heutigen, digitalen Welt tun sich ständig neue Kommunikationsmittel und -wege auf, die im Rahmen einer Strategie mit Blick auf den Kunden bedient werden sollten. Unsere Customer Experience Experten nehmen sich die Zeit, diese Trends zu analysieren, um unsere Kunden bestmöglich in ihrer digitalen Transformation zu begleiten.“

 

Fazit:

RCS würde das Leben von Marketern und Kunden um vieles einfacher machen. Bis der Service allerdings zu DEM globalen Messenger-Dienst wird, könnte es noch einige Jahre dauern. Solange stellen E-Mails mit multimedialen, personalisierten Inhalten eine gute Alternative dar. Worauf es beim E-Mail-Marketing zu achten gilt lesen Sie hier

 

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