Hypercaler - wichtig für jede IT-Strategie

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Hyperscaler – 4 wichtige Schritte beim Outsourcing an Service Provider

27.04.2021 10:11 AM

Mit der Digitalisierung zahlreicher Geschäftsprozesse und ganzer Geschäftsmodelle geraten selbst sehr robuste Unternehmen an Grenzen: IT-Budgets explodieren, wenn immer neue Investitionen in Infrastruktur den stetig steigenden Ressourcen-Bedarf weiterhin abdecken sollen. Neue Services, digitale Geschäftsmodelle und ambitionierter Ausbau von Datendiensten und Vernetzung über die gesamte Wertschöpfungskette: all dies sorgt für nie endenden Hunger nach Storage- und Compute-Kapazitäten, sowie Bandbreite im Rechenzentrum. Zugleich steigt der Personalaufwand, wenn die immer komplexere IT-Landschaft vollständig in Eigenverantwortung betrieben wird: Wartung, Sicherheit, Backups, Updates und andere Verpflichtungen des Betriebs kosten Zeit, Budget und bergen die Risiken möglicher Fehler.

Corona als Cloud-Treiber

Während der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Cloud-Computing stark gestiegen. Neben den offensichtlichen Zuwächsen bei SaaS-Anwendungen für Kommunikation und Zusammenarbeit gaben 76 Prozent an, Hyperscaler wie Microsoft Azure und Amazon Web Services stärker nutzen zu wollen. 91 Prozent wollen ihre Cloud-Strategie noch einmal neu überdenken. Denn die Corona-Pandemie hat den Bedarf nach neuen Lösungen noch weiter vergrößert. Viele Unternehmen haben geplante Digitalisierungsprojekte jetzt vorgezogen oder erst neu angestoßen. Dabei geht es häufig um Lösungen für den digitalen Vertrieb, für die flexiblere Zusammenarbeit der Mitarbeitenden oder für mehr Business Intelligence.

Viele deutsche Unternehmen betreiben ihre Infrastruktur bisher in Eigenregie oder mieten physische Server in einem Rechenzentrum. Was bei statischem oder linear wachsendem Bedarf und langfristigem Planungshorizont bisher immer gut funktioniert hat, reicht für die Zukunft oft nicht mehr aus. Das Dilemma der IT-Verantwortlichen: Steigender Aufwand mit der Infrastruktur bedeutet, dass es der eigenen IT zunehmend schwerer fällt, die so wichtigen Innovationsprojekte im Unternehmen tatkräftig zu begleiten und unterstützen.

Hyperscaler: Mehr Raum für neue Projekte

Es gibt vier Stufen des Outsourcings mit Hyperscalern, mit deren Hilfe Unternehmen weniger Aufwand mit der eigenen IT-Landschaft haben und mehr Budget und Personal für die Digitalisierung nutzen zu können.

Digitale Ideen und neue Tools benötigen den richtigen Raum zur Entfaltung. Alles beginnt mit Schritt eins: Cloud-Migration – zumindest für Teile der eigenen Infrastruktur. Die allgemeinen Vorteile durch Cloud-Outsourcing liegen darin, weniger Aufwand mit dem Betrieb der Infrastruktur zu haben und generell die Verantwortung für Hardware und Plattform abgeben zu können. Dies bindet kein anderweitig benötigtes Kapital und erlaubt es zugleich, sich auf die Weiterentwicklung der Anwendungen konzentrieren zu können.

Hyperscaler wie AWS, Google Cloud Services und Microsoft Azure gewinnen deshalb auch in der IT-Strategie der Mittelständler und Konzerne an Bedeutung, die bisher ihre Infrastruktur in Eigenverantwortung betrieben haben. Nicht ohne Grund haben diese großen Anbieter rund 60 Prozent Marktanteil im Cloud-Computing. Hyperscaler erlauben es als Cloud Provider, die Infrastruktur zu abstrahieren und vor allem: den Betrieb dieser Infrastruktur ebenfalls in externe Hände zu legen, die sich um die Wartung kümmern. Eigene Hardwareinvestitionen sind kein Thema mehr, Security-Patches, Redundanzplanung und Austausch defekter Komponenten werden vom Dienstleister übernommen. Die Kosten werden als Pay-per-use abgerechnet, statt als langjährige Abschreibungen in der Anlagebuchhaltung zu landen.

Das spart nicht nur Kosten, sondern befreit interne Ressourcen, damit das Geschäft im Mittelpunkt stehen kann. Die IT erhält den Freiraum, sich als Digitalisierungs-Enabler um die Digitalisierung von Prozessen und Geschäftsmodellen zu kümmern. Die Verantwortung für die Infrastruktur abzugeben und Cloud-Ressourcen zu buchen, diese jedoch weiterhin selbst zu administrieren, ist noch nicht der Schritt, der interne Ressourcen befreit. Managed-Cloud-Provider nehmen diese Last ab, kümmern sich darum, dass Unternehmen sich ganz auf das Geschäft konzentrieren:

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Infrastruktur nutzen, statt Infrastruktur zu warten

Eine zweite Herausforderung liegt für IT -Verantwortliche darin, eine passende Architektur mit modernem Softwarestack zu schaffen, das es erlaubt, in sehr kurzen Zyklen agil zu entwickeln und datenintensive Anwendungen adäquat zu betreiben. Maximalen Nutzen der Cloud-Infrastruktur erhalten IT-Verantwortliche dann, wenn sie ihre Anwendungen nativ auf der Cloud-Plattform entwickeln, statt existierende Anwendungen per „Lift and Shift“ auf Cloud-Infrastruktur zu kopieren. Die Skalierbarkeit ist ebenfalls ein kritischer Faktor für zeitgemäße Infrastruktur. Dies gilt in beide Richtungen: maximale Leistung in Hochphasen, Skalierung nach unten in der Nebensaison. Damit variieren zugleich die Kosten auf das jeweils nötige Minimum. Die häufig zitierte Skalierbarkeit ist jedoch auch in der Cloud kein Automatismus, sondern funktioniert dann, wenn sowohl die Architektur der Landschaft als auch die Anwendungen darauf ausgelegt sind.

Auch die Cloud benötigt als IaaS oder PaaS die richtige Konfiguration: VMs/Container und das Netzwerk wollen je nach Cloud-Modell richtig konfiguriert und administriert werden. Dazu kommt die richtige Orchestrierung aller Dienste – oft über unterschiedliche Lösungen und Bereitstellungsmodelle hinweg. Public Cloud, Private Cloud oder Hybrid Cloud – vielleicht sogar über mehrere Hyperscaler hinweg? Hier fehlt vielen Organisationen das Selbstvertrauen, sich um diese Themen kümmern zu können.  Bei der Managed Cloud kümmert sich ein spezialisierter Dienstleister wie die All for One Group darum, die Umgebung bereitzustellen und zu betreiben. Weitere Vorteile sind, dass hier Service Level Agreements, Support und Abrechnung kundenfreundlich aus einer Hand kommen.

Das Thema Sicherheit kann Verantwortliche zögern lassen, die zentrale Infrastruktur des Unternehmens aus der Hand geben zu wollen. Denn dies kann sich für Unternehmen, die es gewohnt sind, Betriebsmittel unter eigener Verantwortung zu haben, wie ein Kontrollverlust anfühlen. Dabei hat die Verbindung aus der robusten Infrastruktur eines Hyperscalers und der professionellen Betreuung der Plattform und Anwendungen als Managed Service viele Vorteile. In der Praxis bietet diese Kombination deutlich mehr Security-Budget, Personalressourcen, Erfahrung und somit mehr Security-Schlagkraft als jedes Unternehmen, das seine eigene IT-Landschaft nebenbei betreut. Der Hyperscaler wird alles dafür tun, seine Dienste und Kunden jederzeit zuverlässig online zu halten. Eine sauber konfigurierte und gewartete Anwendung schützt zusätzlich vor möglichen Angriffspunkten.

Von Zusatzdiensten profitieren

Der dritte Vorteil der Hyperscaler: Kunden können sich hier in das sprichwörtlich gemachte Nest setzen. Denn Hyperscaler bieten ihren Kunden weit mehr als nur reine Infrastruktur. Stattdessen sind sie komplexe Entwicklungsplattformen mit Baukastenprinzip. Zahlreiche zusätzliche Dienste, Plattformlösungen und Infrastrukturstacks helfen dabei, mit neuen Lösungen schneller produktiv zu sein. Hyperscaler bieten ihren Kunden fertige Plattformen, auf denen Geschäftsprozesse, Data-Lösungen oder Tools als Grundlage aufsetzen können. Spezialisierte Frameworks und vorgefertigte Schnittstellen unterstützen dabei, Nischenlösungen auf dieser existierenden Basis aufzubauen und somit deutlich schneller und mit einer flacheren Lernkurve loslegen zu können, als dies mit einer vollständig selbst entwickelten Lösung möglich wäre.

So bietet Microsoft Azure Dutzende vorgefertigte Lösungen für zahlreiche Anforderungen und Workloads. Vom SQL-Server bis hin zu Machine-Learning-Frameworks oder Tools, um Entwicklung und Deployment von Anwendungen zu beschleunigen. Dies alles ist ein echter Frühstart für innovative Digitalisierungsprojekte im Unternehmen, kann neuen Initiativen einen Vorsprung verschaffen und Startschwierigkeiten vermeiden. Innovationsprojekte können besonders von diesen Tools profitieren und nach kürzester Bereitstellungszeit einsatzbereit sein.

Kein Aufwand mit dem Betrieb komplexer Anwendungen

Die vierte Stufe des Outsourcings liegt darin, auch den Betrieb der Anwendungen als Managed Service zu nutzen. Was mit der Infrastruktur und Plattformen vielfach erfolgreich betrieben wird, funktioniert auch auf einer weiteren Ebene: den Anwendungen. Denn der Betrieb komplexer Anwendungskomponenten wie der SAP Basis, mitsamt aller Wartungen wie Patches, Backups und Fehlersuche, kann mit steigender Komplexität eine zunehmend zeitraubende Aufgabe für die IT sein. Wer sich stattdessen ganz auf die Entwicklung, den Usersupport und die Businessprozesse hinter der Anwendung konzentrieren will, benötigt für die Endstufe der Managed Services weitere Unterstützung.

Die Lösung lautet hier, auch Anwendungen als Managed Service zu nutzen. Beim Modell der Managed Applications kümmert sich der Managed-Service-Provider darum, Anwendungen oder deren Grundlage beispielsweise vollständig bereit zu stellen, das Monitoring zu übernehmen oder Backups und Datenbankwartung zu erledigen. Mit einem Managed Service Partner erhalten IT-Verantwortliche die gesamte Kette der Managed Cloud aus einer Hand: ein Ansprechpartner für Support, Service, Maintenance, Wartung und Betrieb der Infrastruktur und Anwendungen.

 

 

 

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